Burg Küssaberg — digital für die Ewigkeit.
Die Burgruine Küssaberg über Küssaberg im Landkreis Waldshut ist eine der wichtigsten regionalen Burganlagen aus dem 11. Jahrhundert. Wir haben sie 2024 vollständig dreidimensional erfasst — als Archivkopie gegen Verwitterung, als Planungsgrundlage für die Denkmalpflege und als immersive Erfahrung für Tourismus und Bildung.
Die ganze Burg aus der Luft — als 3D-Modell.
Aus 1 182 Drohnenbildern haben wir ein georeferenziertes 3D-Modell der gesamten Anlage berechnet: Mauerzüge, Bergfried, Graben und der bewaldete Burghügel — frei drehbar, zoombar und direkt im Browser vermessbar. Dazu das Orthofoto als exakte 2D-Karte.
Werte aus dem Qualitätsbericht der photogrammetrischen Auswertung (Verarbeitung 07.10.2026).
Steuerung im 3D-Modell: linke Maustaste dreht, Mausrad zoomt, rechte Maustaste verschiebt. Im Menü links stehen Mess-Werkzeuge für Strecken, Flächen und Höhen.
Was im Drohnenmodell steckt.
Bilder direkt aus unseren Auswertungen: das texturierte 3D-Modell, die vermessbare Punktwolke und die 2D-Karte mit ihren Werkzeugen. Alle Messwerte stammen aus dem Modell der Küssaburg.
Das texturierte 3D-Modell.
Aus den Luftbildern entsteht ein geschlossenes, fotorealistisch texturiertes Oberflächenmodell. Mauern, Torbau, Bergfried und Gelände lassen sich aus jedem Blickwinkel betrachten — maßstäblich und georeferenziert.




105 Millionen Messpunkte — im Raum vermessbar.
Die dichte 3D-Punktwolke ist die Messgrundlage. Direkt im Browser lassen sich Höhen, Strecken, Flächen und Profile abgreifen; die Höhenfärbung macht Geländeformen sofort lesbar.




Orthofoto, Höhenmodell und Auswertung.
Die Karte liefert ein verzerrungsfreies Orthofoto mit rund 1 cm Bodenauflösung, Oberflächen- und Geländemodell sowie Werkzeuge für Strecken, Flächen, Volumen, Höhenlinien und die Rückverfolgung zu den Originalfotos.








Werte des begehbaren Rundgangs (Matterport-Datensatz, Stand 15.08.2026). Als Bereich zählt jeder einzeln erfasste Abschnitt wie Kapelle, Kasematte oder Turmgeschoss; die Höhenebenen ergeben sich aus der Hanglage der Ruine.
Die Küssaburg interaktiv erleben.
Der begehbare Rundgang führt durch die zugänglichen Innenbereiche der Burgruine — darunter Kapelle, Kasematten und Bergfried — und zeigt zusätzlich die Mauerreste und die Gesamttopographie der Anlage im drehbaren 3D-Modell.
Einblicke aus dem 3D-Modell.


























Alle Aufnahmen stammen direkt aus dem begehbaren Matterport-Modell der Burgruine.
Aufgezeichnete Kamerafahrt durch das Modell.
Aufgezeichnete Kamerafahrt durch das erfasste 3D-Modell der Burgruine Küssaburg — ergänzend zum interaktiven Rundgang oben.
Das 3D-Modell herunterladen.
Die interaktive Online-Ansicht ist der begehbare Matterport-Rundgang weiter oben. Hier stehen zusätzlich die vollaufgelösten Photogrammetrie-Rohdaten zum Download bereit — für CAD/BIM, 3D-Software, Vermessung und Forschung. Jedes Archiv enthält mehrere Erfassungsstände der Burgruine.
OBJ · ≈ 561 MB
Mesh inkl. MTL. Universell für CAD- und 3D-Software (Blender, Rhino, CAD).
Download OBJPLY · ≈ 297 MB
Punktwolke/Mesh — ideal für Vermessung und wissenschaftliche Auswertung.
Download PLYVerarbeitungsbericht · ≈ 3,2 MB
Qualitätsbericht der Drohnenbefliegung (1 182 Bilder, 105 Mio. Punkte): Abdeckung, Kamerapositionen, Genauigkeit.
Download PDFGroße Dateien — Download am besten über eine stabile Verbindung. Nutzung der Daten nur nach Absprache.
Eine Burgruine in Archivqualität sichern.
Burgruinen sind im Bestand permanent gefährdet — Frost, Setzungen, Vandalismus, ungelenkte Vegetation. Ein vollständiger 3D-Scan ist nicht „nice to have", sondern oft die einzige Möglichkeit, den Zustand zu einem Stichtag unstrittig festzuhalten.
Die Herausforderung am Küssaberg: stark gegliederte Topographie, Mauerreste in unterschiedlichen Erhaltungsstufen, Bewuchs in den oberen Bereichen, und die Notwendigkeit, sowohl Außenfassaden als auch begehbare Innenräume in einem konsistenten Modell zusammenzuführen.
Wir haben deshalb in drei Schichten gearbeitet: Drohnen-Photogrammetrie für die Gesamttopographie und Außenfassaden, Matterport-Pro LiDAR für die zugänglichen Innenräume, und Handscanner-Aufnahmen für die archäologisch wertvollen Detailbereiche.
Im Überblick.
Vorgehensweise in 4 Stufen.
Drohnenflug
Photogrammetrische Erfassung von Topographie und allen Außenfassaden bei diffusem Licht. Photogrammetrische Auswertung zu Orthofoto, DGM und texturiertem Mesh.
LiDAR-Innenraum
Matterport-Pro Scanner in allen begehbaren Bereichen — Kapelle, Kasematten, Bergfried. Über 380 Standpunkte registriert in eine gemeinsame Punktwolke.
Handscanner-Detail
Sub-Millimeter-Aufnahmen an Bauinschriften, Steinmetzzeichen und Erosionsfronten — als Beweissicherung gegen weiteren Verfall.
Übergabe
Matterpak-Bundle plus Photogrammetrie-Datenpaket (Orthofoto, Höhenmodelle, Punktwolke, Mesh) plus separate Detail-Meshes der Handscanner-Bereiche. Vollständig georeferenziert.
Eine archivfähige Datenbasis für Denkmalpflege und Forschung.
Aus drei Erfassungs-Schichten entstand ein durchgängig georeferenziertes Modell mit ±0,1 mm Detail-Genauigkeit an archäologisch relevanten Bereichen — als Matterpak-Bundle, Photogrammetrie-Datenpaket und herunterladbare Formate (OBJ, FBX, PLY, GLB, USDZ) verfügbar. Diese Datenbasis dient als Referenz für künftige Verwitterungs-Vergleiche und Denkmalanträge.
Wir haben jetzt eine Datenbasis, mit der wir bei jeder Verwitterungs-Frage die Vorher-Aufnahme exakt abrufen können. Das hatte vorher kein Vergleichsobjekt — und ist gerade bei Denkmalanträgen Gold wert.
Die Küssaburg — Burgruine im Klettgau.
Die Küssaburg, auch Schloss Küssenberg genannt, ist eine imposante Burgruine im Klettgau im Landkreis Waldshut (Baden-Württemberg). Sie liegt auf dem 634 m hohen südlichen Ausläufer des Randen-Gebirges und galt einst als strategisch wichtiger Punkt zur Kontrolle eines Verkehrswegs. Am Fuß der Burg befinden sich die Orte Bechtersbohl (Zufahrt) und Küßnach.
Erstmals erwähnt wurde die Burg im Jahr 888. Sie war im Besitz der Grafen von Küssenberg, später der Bischöfe von Konstanz. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde sie 1634 von der eigenen Besatzung zerstört, um eine Einnahme durch anrückende schwedische Truppen zu verhindern. Ein späterer Bergsturz 1664 traf die Anlage nicht direkt. Später ging die Burg an die Fürsten zu Schwarzenberg über.
Heute ist die Küssaburg im Eigentum des Landkreises Waldshut und wird vom Küssaburg-Bund betreut. Sie wird regelmäßig saniert und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Historisch spielte sie auch im Schweizerkrieg (1499) und im Bauernkrieg (1525) eine Rolle. Interessant: Die erste Lokomotive der Hochrheinbahn trug ihren Namen.
15 Ebenen, panoramatischer Klettgau-Blick.
Die Küssaburg ist ein Zeugnis mittelalterlicher Baukunst. Die Ruine verteilt sich auf 15 Ebenen, wobei sich die 19 m² Hauptnutzfläche vor allem im 6. und 7. Stock befindet. Noch erhaltene Steinmauern, Schießscharten und Fenster zeugen von der einstigen Verteidigungsfunktion. Üppige Vegetation durchzieht das Gelände und verstärkt den romantischen Eindruck.
Die exponierte Lage bietet einen spektakulären Panoramablick über Hügel, Täler und ferne Bergketten — oft in mystischem Nebel gehüllt. Eine Aussichtsplattform mit Geländer sowie Holzbrücken, Steinwege und Bänke machen den Besuch komfortabel.
Mahnmal, Lernort und Kraftplatz.
Obwohl die Küssaburg kein Wohnraum ist, hat sie hohen kulturellen und historischen Wert. Sie ist Mahnmal, Lernort und Kraftplatz in einem — ein Ort für Tourismus, Geschichtsforschung oder stille Besinnung inmitten beeindruckender Natur.
Unser hybrider 3D-Scan — kombiniert aus RTK-Drohne für die Außenhülle und das Gelände, Matterport-Pro LiDAR für begehbare Innenräume und Handscanner für Detail-Aufnahmen einzelner Steine und Inschriften — sichert den Ist-Zustand für Denkmalschutz, Forschung und virtuelle Vermittlung.
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