Burg Küssaberg — digital für die Ewigkeit.
Die Burgruine Küssaberg über Küssaberg im Landkreis Waldshut ist eine der wichtigsten regionalen Burganlagen aus dem 11. Jahrhundert. Wir haben sie 2024 vollständig dreidimensional erfasst — als Archivkopie gegen Verwitterung, als Planungsgrundlage für die Denkmalpflege und als immersive Erfahrung für Tourismus und Bildung.
Eine Burgruine in Archivqualität sichern.
Burgruinen sind im Bestand permanent gefährdet — Frost, Setzungen, Vandalismus, ungelenkte Vegetation. Ein vollständiger 3D-Scan ist nicht „nice to have", sondern oft die einzige Möglichkeit, den Zustand zu einem Stichtag unstrittig festzuhalten.
Die Herausforderung am Küssaberg: stark gegliederte Topographie, Mauerreste in unterschiedlichen Erhaltungsstufen, Bewuchs in den oberen Bereichen, und die Notwendigkeit, sowohl Außenfassaden als auch begehbare Innenräume in einem konsistenten Modell zusammenzuführen.
Wir haben deshalb in drei Schichten gearbeitet: Drohnen-Photogrammetrie für die Gesamttopographie und Außenfassaden, Matterport-Pro LiDAR für die zugänglichen Innenräume, und Handscanner-Aufnahmen für die archäologisch wertvollen Detailbereiche.
Im Überblick.
Vorgehensweise in 4 Stufen.
Drohnenflug
Photogrammetrische Erfassung von Topographie und allen Außenfassaden bei diffusem Licht. Verarbeitung in WebODM zu Orthofoto, DGM und texturiertem Mesh.
LiDAR-Innenraum
Matterport-Pro Scanner in allen begehbaren Bereichen — Kapelle, Kasematten, Bergfried. Über 380 Standpunkte registriert in eine gemeinsame Punktwolke.
Handscanner-Detail
Sub-Millimeter-Aufnahmen an Bauinschriften, Steinmetzzeichen und Erosionsfronten — als Beweissicherung gegen weiteren Verfall.
Übergabe
Matterpak-Bundle plus WebODM-Datenpaket plus separate Detail-Meshes der Handscanner-Bereiche. Vollständig georeferenziert.
Wir haben jetzt eine Datenbasis, mit der wir bei jeder Verwitterungs-Frage die Vorher-Aufnahme exakt abrufen können. Das hatte vorher kein Vergleichsobjekt — und ist gerade bei Denkmalanträgen Gold wert.
Die Küssaburg — Burgruine im Klettgau.
Die Küssaburg, auch Schloss Küssenberg genannt, ist eine imposante Burgruine im Klettgau im Landkreis Waldshut (Baden-Württemberg). Sie liegt auf dem 634 m hohen südlichen Ausläufer des Randen-Gebirges und galt einst als strategisch wichtiger Punkt zur Kontrolle eines Verkehrswegs. Am Fuß der Burg befinden sich die Orte Bechtersbohl (Zufahrt) und Küßnach.
Erstmals erwähnt wurde die Burg im Jahr 888. Sie war im Besitz der Grafen von Küssenberg, später der Bischöfe von Konstanz. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde sie 1634 von der eigenen Besatzung zerstört, um eine Einnahme durch anrückende schwedische Truppen zu verhindern. Ein späterer Bergsturz 1664 traf die Anlage nicht direkt. Später ging die Burg an die Fürsten zu Schwarzenberg über.
Heute ist die Küssaburg im Eigentum des Landkreises Waldshut und wird vom Küssaburg-Bund betreut. Sie wird regelmäßig saniert und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Historisch spielte sie auch im Schweizerkrieg (1499) und im Bauernkrieg (1525) eine Rolle. Interessant: Die erste Lokomotive der Hochrheinbahn trug ihren Namen.
15 Ebenen, panoramatischer Klettgau-Blick.
Die Küssaburg ist ein Zeugnis mittelalterlicher Baukunst. Die Ruine verteilt sich auf 15 Ebenen, wobei sich die 19 m² Hauptnutzfläche vor allem im 6. und 7. Stock befindet. Noch erhaltene Steinmauern, Schießscharten und Fenster zeugen von der einstigen Verteidigungsfunktion. Üppige Vegetation durchzieht das Gelände und verstärkt den romantischen Eindruck.
Die exponierte Lage bietet einen spektakulären Panoramablick über Hügel, Täler und ferne Bergketten — oft in mystischem Nebel gehüllt. Eine Aussichtsplattform mit Geländer sowie Holzbrücken, Steinwege und Bänke machen den Besuch komfortabel.
Mahnmal, Lernort und Kraftplatz.
Obwohl die Küssaburg kein Wohnraum ist, hat sie hohen kulturellen und historischen Wert. Sie ist Mahnmal, Lernort und Kraftplatz in einem — ein Ort für Tourismus, Geschichtsforschung oder stille Besinnung inmitten beeindruckender Natur.
Unser hybrider 3D-Scan — kombiniert aus RTK-Drohne für die Außenhülle und das Gelände, Matterport-Pro LiDAR für begehbare Innenräume und Handscanner für Detail-Aufnahmen einzelner Steine und Inschriften — sichert den Ist-Zustand für Denkmalschutz, Forschung und virtuelle Vermittlung.
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