Lauffenmühle Museum — Industriegeschichte digital konserviert.
Das Industriemuseum Lauffenmühle bewahrt die Geschichte der Textilfabrik, die das Areal über fast 200 Jahre prägte. Wir haben das Museum 2025 vollständig in 3D erfasst — Ausstellungsräume, historische Maschinen und besonders empfindliche Exponate in Detail-Auflösung. Eine Ergänzung zum großen Hybrid-Modell des Industriegeländes, aber mit eigenem Auftrag: Bildung, Tourismus und Forschung digital zugänglich machen.
Werte aus dem Matterport-Modelldatensatz (Stand 15.08.2026).
Industriegeschichte erfassen, bevor sie verschwindet.
Das Lauffenmühle-Areal hat zwei Identitäten: das aktive Industrie- und Gewerbeareal, das wir bereits 2024 als Hybrid-Modell mit 120 000 m² Fläche dokumentiert haben — und das Industriemuseum, das die textile Geschichte des Standorts seit dem frühen 19. Jahrhundert bewahrt und für die denkmalgerechte Dokumentation besondere Anforderungen stellt. Beide Modelle ergänzen sich, dienen aber komplett unterschiedlichen Zwecken.
Die Herausforderung beim Museum: Empfindlichkeit. Historische Webstühle, Spinnmaschinen, Originaldokumente und Werkzeuge dürfen nicht berührt werden. Lichtverhältnisse in den Ausstellungsräumen sind aus konservatorischen Gründen oft gedämpft. Manche Exponate sind hinter Glas oder in Vitrinen.
Wir haben deshalb mit drei abgestuften Erfassungs-Niveaus gearbeitet: Matterport Pro3 LiDAR für die Ausstellungsräume und Hauptmaschinen, Handscanner für besonders wertvolle oder filigrane Exponate, und hochauflösende Photogrammetrie für Texturen, Bauinschriften und Detail-Beschilderungen.
Im Überblick.
3D-Rundgang Lauffenmühle Museum.
Die Tour führt durch das erfasste Museumsareal — Hallen, Maschinen und Sammlungsbestände lassen sich begehen, ohne vor Ort zu sein. Es ist dasselbe Modell, das auf lauffenmuehlemuseum.de eingebunden ist.
Vorgehensweise in 4 Stufen.
Konservatorische Abstimmung
Begehung mit der Museumsleitung — welche Exponate dürfen wie erfasst werden, welche Lichtverhältnisse sind möglich, welche Bereiche sind tabu.
Matterport-Hauptscan
Vollständige Erfassung aller Ausstellungsräume mit Matterport Pro3 LiDAR — bei normalem Ausstellungslicht. Standpunkte sorgfältig so gewählt, dass keine Vitrinen-Spiegelungen die Daten verfälschen.
Handscanner-Detail
Sub-Millimeter-Aufnahmen ausgewählter Exponate: ein Originalwebstuhl von 1898, mehrere Spinnmaschinen-Komponenten, Textilmuster-Sammelbücher. Alles kontaktlos im Abstand von 20–80 cm.
Übergabe und Web-Tour
Matterpak-Bundle für das Museum-Archiv, separate Detail-Meshes der Handscan-Exponate, plus eine öffentliche Web-Tour als Erweiterung des Museums-Angebots — auch außerhalb der Öffnungszeiten erreichbar.
Vier Anwendungen aus einem Datensatz.
Digitales Archiv
Die Detail-Scans der historischen Maschinen sichern den aktuellen Zustand unstrittig — als Vergleichsbasis für Konservierungs-Maßnahmen über die nächsten Jahrzehnte.
Virtuelle Tour
Die öffentliche Web-Tour macht das Museum jenseits der Öffnungszeiten zugänglich — barrierefrei und für Schulklassen aus dem ganzen DACH-Raum.
Forschung & Lehre
Universitäten und Forschungseinrichtungen erhalten auf Anfrage Zugriff auf die hochauflösenden Detail-Meshes — für textilhistorische und industriearchäologische Studien.
Erweiterte Ausstellung
Tablets im Museum zeigen Besuchern auf Wunsch ergänzende 3D-Detailansichten der Exponate, die hinter Glas nur eingeschränkt erlebbar wären — direkt aus der gleichen Datenquelle.
Wir haben jetzt eine Datengrundlage, die unsere Sammlung dauerhaft sichert — und gleichzeitig pädagogisch nutzbar macht. Beides war vorher entweder gar nicht oder nur mit hohem manuellem Aufwand möglich.
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