Industriemuseum · 2025 · Bildung & Erhalt

Lauffenmühle Museum — Industriegeschichte digital konserviert.

Das Industriemuseum Lauffenmühle bewahrt die Geschichte der Textilfabrik, die das Areal über fast 200 Jahre prägte. Wir haben das Museum 2025 vollständig in 3D erfasst — Ausstellungsräume, historische Maschinen und besonders empfindliche Exponate in Detail-Auflösung. Eine Ergänzung zum großen Hybrid-Modell des Industriegeländes, aber mit eigenem Auftrag: Bildung, Tourismus und Forschung digital zugänglich machen.

Die Aufgabe

Industriegeschichte erfassen, bevor sie verschwindet.

Das Lauffenmühle-Areal hat zwei Identitäten: das aktive Industrie- und Gewerbeareal, das wir bereits 2024 als Hybrid-Modell mit 120 000 m² Fläche dokumentiert haben — und das Industriemuseum, das die textile Geschichte des Standorts seit dem frühen 19. Jahrhundert bewahrt. Beide Modelle ergänzen sich, dienen aber komplett unterschiedlichen Zwecken.

Die Herausforderung beim Museum: Empfindlichkeit. Historische Webstühle, Spinnmaschinen, Originaldokumente und Werkzeuge dürfen nicht berührt werden. Lichtverhältnisse in den Ausstellungsräumen sind aus konservatorischen Gründen oft gedämpft. Manche Exponate sind hinter Glas oder in Vitrinen.

Wir haben deshalb mit drei abgestuften Erfassungs-Niveaus gearbeitet: Matterport Pro3 LiDAR für die Ausstellungsräume und Hauptmaschinen, Handscanner für besonders wertvolle oder filigrane Exponate, und hochauflösende Photogrammetrie für Texturen, Bauinschriften und Detail-Beschilderungen.

Museum · Hybrid Erfassung
StandortLauchringen, DE
OutputMatterpak · Handscan-Mesh
Kernzahlen

Im Überblick.

3
Erfassungs-Niveaus
LiDAR · Handscan · Photo
±0,1 mm
Detail-Auflösung
an empfindlichen Exponaten
0
Berührungen
vollständig kontaktlos
Web
Begehbare Tour
öffentlich zugänglich
Wie wir das gemacht haben

Vorgehensweise in 4 Stufen.

SCHRITT 01

Konservatorische Abstimmung

Begehung mit der Museumsleitung — welche Exponate dürfen wie erfasst werden, welche Lichtverhältnisse sind möglich, welche Bereiche sind tabu.

SCHRITT 02

Matterport-Hauptscan

Vollständige Erfassung aller Ausstellungsräume mit Matterport Pro3 LiDAR — bei normalem Ausstellungslicht. Standpunkte sorgfältig so gewählt, dass keine Vitrinen-Spiegelungen die Daten verfälschen.

SCHRITT 03

Handscanner-Detail

Sub-Millimeter-Aufnahmen ausgewählter Exponate: ein Originalwebstuhl von 1898, mehrere Spinnmaschinen-Komponenten, Textilmuster-Sammelbücher. Alles kontaktlos im Abstand von 20–80 cm.

SCHRITT 04

Übergabe und Web-Tour

Matterpak-Bundle für das Museum-Archiv, separate Detail-Meshes der Handscan-Exponate, plus eine öffentliche Web-Tour als Erweiterung des Museums-Angebots — auch außerhalb der Öffnungszeiten erreichbar.

Nachnutzung

Vier Anwendungen aus einem Datensatz.

Digitales Archiv

Die Detail-Scans der historischen Maschinen sichern den aktuellen Zustand unstrittig — als Vergleichsbasis für Konservierungs-Maßnahmen über die nächsten Jahrzehnte.

Virtuelle Tour

Die öffentliche Web-Tour macht das Museum jenseits der Öffnungszeiten zugänglich — barrierefrei und für Schulklassen aus dem ganzen DACH-Raum.

Forschung & Lehre

Universitäten und Forschungseinrichtungen erhalten auf Anfrage Zugriff auf die hochauflösenden Detail-Meshes — für textil­historische und industrie­archäologische Studien.

Erweiterte Ausstellung

Tablets im Museum zeigen Besuchern auf Wunsch ergänzende 3D-Detailansichten der Exponate, die hinter Glas nur eingeschränkt erlebbar wären — direkt aus der gleichen Datenquelle.

Wir haben jetzt eine Datengrundlage, die unsere Sammlung dauerhaft sichert — und gleichzeitig pädagogisch nutzbar macht. Beides war vorher entweder gar nicht oder nur mit hohem manuellem Aufwand möglich.
LM
Museumsleitung
Industriemuseum Lauffenmühle
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